Frauen und Krafttraining –
Muskeln, das Make-up von innen?

„Nein – mehr Muskeln möchte ich nicht!“ Diesen Satz hören die meisten Trainer, wenn sie beginnen, Frauen in das Krafttraining einzuweisen.

Das Problem: Viele Frauen haben ein „gestörtes Verhältnis“ zur Muskulatur – und damit zum Krafttraining. Dieses basiert zum einen auf Unkenntnis. Zum anderen auf den Bildern von weiblichen Wettkampf-Bodybuilding-Athletinnen, die mit ihrer enormen Muskelmasse, dem „männlichen Aussehen“ und den ausgezehrten Gesichtszügen auf viele Frauen abschreckend wirken.

Der Grund: Diese Athletinnen besitzen eine besondere, genetisch bedingte Begabung für Kraft, Schnellkraft und Muskelaufbau und einige haben möglicherweise auch mit Substanzen nachgeholfen, die das Muskelwachstum zusätzlich ankurbeln.

Warum weniger nicht mehr ist: Die Angst vor zu vielen Muskeln ist völlig unbegründet. Nicht zu viel Muskulatur ist das Problem, sondern zu wenig. Frauen verfügen über einen wesentlich geringeren Anteil des muskelaufbauenden, natürlichen Hormons Testosteron als Männer. Aus diesem Grund können sie auch bei intensivem Krafttraining in den meisten Fällen nur einen mäßigen Muskelzuwachs erreichen.

Untersuchungen zum Krafttraining zeigen, dass nach einem zehnwöchigen Training bei Frauen die Umfänge von Oberarm, Oberschenkel und Taille im Durchschnitt abnehmen, da der Fettabbau in der Regel größer ist als der Muskelaufbau.

Vergleich zwischen trainiertem und untrainiertem Frauenkörpfer bei gleichem Gewicht

Vergleich zwischen trainiertem und untrainiertem Frauenkörpfer bei gleichem Gewicht

Die linke Frau hat einen höheren Körperfettanteil. Die rechte Frau mit dem selben Gewicht hat einen geringeren Körperfett- und einen höheren Muskelanteil. Zusätzlich verbraucht sie deutlich mehr Energie, sie wird also einfacher ihr Körpergewicht reduzieren und ohne Jo-Jo-Effekt stabilisieren können.

Nutzen Sie die fettabbauende, figurformende Wirkung intensiven Krafttrainings!